Die meisten EQ-Tests berichten auf derselben Skala, die auch IQ-Tests verwenden, bei der 100 der Bevölkerungsmittelpunkt ist und 15 Punkte eine Standardabweichung sind, sodass ein Wert über 115 Sie in etwa das obere Sechstel bringt und über 130 in die obersten 2%. Der Gesamtwert ist weniger aufschlussreich als die Komponentenwerte. Emotionale Intelligenz wird üblicherweise als vier trennbare Fähigkeiten modelliert, und eine Person kann darin stark sein, andere zu lesen, während sie schwach darin ist, sich selbst zu regulieren, was die Gesamtzahl vollständig verbirgt.
Was die vier Komponenten sind
Die vorherrschenden Modelle unterscheiden sich im Detail und stimmen bei der groben Struktur überein. Vier Fähigkeiten tauchen immer wieder auf.
Selbstwahrnehmung ist die genaue Identifikation des eigenen emotionalen Zustands, einschließlich Zuständen, die unbequem zuzugeben sind. Sie ist das Fundament für den Rest, denn ein Gefühl zu regulieren, das man fälschlich als etwas anderes identifiziert hat, funktioniert selten.
Selbstregulation ist die Lücke zwischen dem Gefühl und der Reaktion. Impulskontrolle, Erholung nach einem Rückschlag, und die Fähigkeit, auch aufgebracht nützlich zu bleiben.
Soziale Wahrnehmung bedeutet, andere Menschen genau zu lesen: was sie fühlen, was sie wahrscheinlich tun werden, und was im Raum vor sich geht. Das ist die Komponente, die die meisten Menschen meinen, wenn sie sagen, jemand habe einen hohen EQ.
Beziehungsmanagement bedeutet, auf Basis der anderen drei zu handeln. Konflikte handhaben, schwieriges Feedback geben, und nach einem Bruch reparieren.
Unser Test zur emotionalen Intelligenz berichtet nach einer ähnlichen Vierteilung, mit sozial, Empathie, Selbstwahrnehmung und Impulskontrolle als Kategorien.
Das eigene Profil lesen statt den Gesamtwert
Ein Wert von 108 mit gleichmäßigen Balken über alle vier Komponenten beschreibt jemanden ganz anderen als eine 108, die auf hoher Empathie und niedriger Impulskontrolle aufbaut. Das zweite Profil ist häufig und hat eine erkennbare Form: jemand, der Situationen genau liest und trotzdem schneller reagiert, als beabsichtigt.
Das umgekehrte Profil, starke Regulation bei schwacher sozialer Wahrnehmung, ist ebenfalls häufig. Es wirkt wie Gelassenheit, die falsch ankommt, weil ruhig zu bleiben nicht nützt, wenn man missverstanden hat, was die andere Person braucht.
Lücken bei den Komponenten sind handlungsleitender als der Gesamtwert, weil die Maßnahmen sich unterscheiden. Schwache Selbstwahrnehmung reagiert darauf, Gefühle im Moment zu benennen und auf Feedback von Menschen, die ehrlich sind. Schwache Regulation reagiert darauf, eine Verzögerung in die Reaktion einzubauen, statt Gefühle besser zu verstehen.
Fähigkeitstests und Selbstauskunftstests messen unterschiedliche Dinge
Diese Unterscheidung erklärt den größten Teil der Verwirrung um EQ-Werte. Fähigkeitstests stellen Situationen dar und bewerten Ihre Antwort an einem Kriterium, so funktioniert unserer und so funktioniert der MSCEIT. Selbstauskunftstests bitten Sie, Ihre eigenen emotionalen Fähigkeiten einzuschätzen.
Selbstauskunft hat ein offensichtliches Problem: Sie misst Ihre Überzeugungen über Ihre emotionale Intelligenz, und die Menschen mit am wenigsten davon sind am wenigsten in der Lage, sich selbst genau einzuschätzen. Korrelationen zwischen Selbstauskunfts- und Fähigkeitsmaßen des EQ sind bescheiden.
Fähigkeitstests haben ihre eigene Grenze, die man klar benennen sollte. Die bessere Reaktion zu kennen ist nicht dasselbe, wie sie unter Druck zu zeigen. Ein fähigkeitsbasierter EQ-Wert beschreibt eine Obergrenze statt typisches Verhalten, und in der Lücke zwischen beiden liegt der Großteil der interessanten Variation.
Wie viel EQ tatsächlich vorhersagt
Die populäre Behauptung, EQ sage Erfolg weit besser vorher als IQ, ist nicht belegt. Sie geht auf ein Sachbuch zurück statt auf Forschung, und die dahinterstehenden Studien stützen sie nicht.
Was standhält, ist enger gefasst und trotzdem nützlich. Emotionale Intelligenz sagt Arbeitsleistung insgesamt bescheiden vorher und stärker in Rollen, die auf emotionaler Arbeit beruhen, etwa Vertrieb, Pflege, Lehre und Management. Sie liefert zusätzlichen Vorhersagewert über kognitive Fähigkeit und Persönlichkeit hinaus, was der eigentliche Befund ist, auch wenn der Zuwachs kleiner ist, als die populäre Version nahelegt.
Sie ist außerdem trainierbarer als kognitive Fähigkeit, was das stärkste praktische Argument dafür ist, ihr Aufmerksamkeit zu schenken. Selbstwahrnehmung und Regulation reagieren beide auf bewusstes Üben mit Effektgrößen, die bescheiden und real sind.
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Was ist der durchschnittliche EQ-Wert?
Bei Tests, die wie der IQ skaliert sind, konstruktionsbedingt 100, mit etwa zwei Dritteln der Menschen zwischen 85 und 115. Manche veröffentlichten EQ-Instrumente verwenden eigene Skalen, sodass eine Rohzahl ohne ihre Skala nicht interpretierbar ist.
Kann man einen hohen IQ und einen niedrigen EQ haben?
Ja, und die beiden korrelieren nur schwach, sodass die Kombination unauffällig statt paradox ist. Die Überschneidung, die es gibt, verläuft größtenteils über die Fähigkeit, emotionale Situationen zu verstehen, was eine Denkaufgabe ist, statt über die Regulationskomponenten.
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